Energiesparberatung

Die Vor-Ort-Energiesparberatung ist eine Dienstleistung, die mit einem Zuschuss vom Staat gefördert werden kann.

Die Bundesregierung bietet über die Förderprogramme der KfW Zuschuss- oder zinsvergünstigte Finanzierungsmodelle für Bauwillige an. Die finanziellen Anreize zielen in der Regel darauf ab, einen Standard, der über den gesetzlichen Mindestforderungen liegt, einzufordern.

Dem Energieberater obliegt es, dem Bauwilligen die politisch gewünschten Ziele mit Aussicht auf Vergünstigung (für den Bauwilligen!) nahe zu bringen. Das erfordert bereits im Vorfeld einen hohen Berechnungsaufwand und Festlegung von Ausführungsdetails, die den Bauwilligen letztlich in seiner freien Wahl einschränken können.

Der Energieberater, als Beauftragter des Bauwilligen, steht mit seiner Beratungs- und ggf. auch Planungsleistung in der Pflicht des Bauherrn, haftet zuletzt aber mit seiner Unterschrift gegenüber dem staatlichen Subventionierer des Bauvorhabens. Oft gegen die notwendigen Maßnahmen und die damit verbundenen Mehrkosten für die Förderfähigkeit und dem, was der Bauwillige eigentlich nur möchte, auseinander. Ein Interessenkonflikt ist vorprogrammiert.

Der Maßstab für die Qualifikation zur Eintragung in die Effizienz-Experten-Liste ist hoch und verlangt in jedem Fall eine kostenpflichtige Zusatzqualifikation. Die Aufrechterhaltung des Eintrages selbst ist regelmäßig kostenpflichtig. Abgearbeitete Maßnahmen als Energieberater im Rahmen der KfW-Richtlinien und (fast ausschließlich kostenpflichtige) Weiterbildungsmaßnahmen von zugelassenen Bildungsträgern sind regelmäßig nachzuweisen. Die energetischen Standards und Anforderungen an Gebäude erhöhen sich stetig, die Förderprogramme von KfW, Bund und Ländern unterligen regelmäßigen Änderungen und Anpassungen.

Die Auftragsstruktur in den letzten Jahren in unserem Büro war selten von Dienstleistungen zur Energieberatung oder KfW-Finanzierungsmaßnahmen geprägt. Die gestellten Anforderungen an Beantragung, Baubegleitung und Dokumentation, Nachweis der Mittelverwendung und die damit verbundene Haftungsübernahme des Beraters lässt sich in unserem Büro nicht wirtschaftlich abbilden. Die notwendige Eintragsverlängerung in die Energie-Expertenliste wird durch den Inhaber nicht mehr weiterverfolgt. Die regelmäßige Erbringung von Nachweisen zu abgearbeiteten Projekten und den zwingenden Besuch ausgewählter kostenpflichtiger Fortbildungen lässt uns weniger Zeit für nutzbringende, praktisch brauchbare Arbeit. Wir werden diesen aufgeblähten Apparat nicht länger mitfinanzieren, aber unsere fachtechnische Fortbildung künftig dennoch wahrnehem. Die Auswahl der Maßnahmen wird nach fachlichem Inhalt und unter wirtschaftlichen Aspekten erfolgen, ohne darauf achten zu müssen, ob diese angerechnet werden oder nicht. Wir beraten unsere Kunden unabhängig und ohne Verkaufsinteresse.

Die Anlagentechnik soll für den Kunden wirtschaftlich und effizient sein.

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Energieausweis

Gesetzliche Grundlage für die Ausstellung des Energieausweises ist die Energieeinsparverordnung, aktuell EnEV 2014.
Vorgeschrieben ist der Energieausweis, wenn ein öffentliches oder privates Gebäude oder Gebäudeteil neu gebaut, vermietet, verpachtet, verkauft oder geleast werden soll.
Dem potentiellen Käufer oder Mieter ist deshalb ein Energieausweis, optional mit Modernisierungsempfehlung, auf Nachfrage vorzulegen, ungeachtet des derzeitigen Gebäudezustandes.

Bei Modernisierungen, An- und Ausbau muss ein Energieausweis nur dann ausgestellt werden, wenn im Rahmen der Arbeiten Berechnungen zum Energiebedarf des gesamten Gebäudes von einem Fachingenieur erfolgen.

In öffentlichen Gebäuden (Schulen, Rathäuser, Krankenhäuser usw.) mit regelmäßigem Publikumsverkehr und mehr als 1000 m² Nutzfläche muss der Energieausweis ausgehängt werden.
Für denkmalgeschütze Gebäude und kleine Gebäude mit weniger als 50 m² Nutzfläche ist kein Energieausweis erforderlich!

Das Dokument mit 10 Jahren Gültigkeit bescheinigt wesentliche Gebäudeeigenschaften und kann deshalb in Streitfällen auch juristisch relevant sein. Die Erstellung erfolgt deshalb mit der gebotenen Gründlichkeit!

Grundsätzlich erfolgt vorab eine Objektbesichtigung vor Ort. Vorhandene Planunterlagen erleichtern dabei die Bestandsaufnahme.

Der Energieausweis soll auch eine Modernisierungsempfehlungen geben. Beabsichtigen Sie jedoch, in die energetische Sanierung Ihres Gebäudes zu investieren, so raten wir zur Inanspruchnahme einer Energiesparberatung.

Die Ausstellung des Energieausweises als Folgeauftrag zur Energieberatung nach der Modernisierung ist für den Kunden kostengünstig und bescheinigt dann den Ist - Zustand des Gebäudes. Eine Energieberatung im Zusammenhang mit der Ausstellung des Gebäudeenergieausweises ist nicht förderfähig!

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